Marketing und Akquise

Freitag, 20. Juli 2007

Schön mitschwimmen im Aquarium

Wer hat nicht jüngst mal wieder aus dem Kollegen – und Bekanntenkreis gehört, man solle jetzt endlich mal einen Account bei Xing einrichten. Ein MUSS in einem Zeitalter, in dem Kontakte das A und O in der Buchstabensuppe des Lebens sind.

Schön, diese Tatsache lässt sich sicher nicht leugnen. Die Frage ist aber doch: Was bringt die Mitgliedschaft dem einzelnen tatsächlich? Eine plötzlich einbrechende Flut von Aufträgen ist in den wenigsten Fällen zu erwarten. Der eine oder andere Headhunter klickt sich bestimmt immer mal wieder durch, nutzt aber vermutlich andere/weitere Quellen, um zum angestrebten Ziel zu kommen. An den Geburtstag des alten Schulkollegen könnte man sich auch auf andere Weise erinnern lassen. Und die wenigsten Menschen dürften Zeit haben, regelmäßig mit Essays in diversen Foren zu brillieren.

Ein paar kritische Worte von Sven Kölle und Klaus Werle hierzu im Manager Magazin, die Newbies verdeutlichen, worum es geht – und wie man dieses geniale und globale Netzwerk optimal für sich nutzen kann.

Sonntag, 10. Juni 2007

Pitch mit dem Malermeister

Mal ehrlich: Viele von uns freischaffenden Helden sind doch immer mal wieder bereit, etliche Stunden mit unbezahlten Probeübersetzungen zu verbringen, oder in Agentursitzungen eine gehörige Portion Hirnschmalz – oft kostenfrei – anzubieten, mit der Hoffnung auf ein interessantes Projekt im Gepäck. Schön, gut und nachvollziehbar – zumindest in bestimmten Branchen. Bevor der bittere Beigeschmack angesichts nicht oder unbezahlter Arbeit überhand nimmt, könnten wir uns aber gelegentlich auf jene besinnen, deren Handwerk angeblich goldenen Boden hat. Oder konnte schon mal jemand drei Malermeister zum kostenfreien Probestreichen und anschließender Beurteilung überreden? Kampagnenstart
hat es versucht. Bitte Taschentücher bereithalten. So simpel - und so wahr ...

Donnerstag, 17. Mai 2007

Neuer Name gefällig?

Ja, manche Worte sind einfach ein klein wenig teurer. Dann nämlich, wenn sie zu einem neuen Namen führen sollen. Und wenn diese Namensfindung nicht für irgend jemanden oder irgendwas bestimmt ist, sondern für die schöne Welt rund um Karstadt-Quelle. Köstlich!

Samstag, 12. Mai 2007

Freiberufler-müsste man sein?

Die Mär vom Freelancer, der sich den Großteil seiner Arbeitswoche lässig im Straßencafé die Nase bräunt und dabei auf wundersame Weise seinen Kontostand erhöht, scheint nach wie vor weit verbreitet. Eine Studie der Uni-Hamburg bringt da ein paar realistischere Zahlen auf`s Papier. Gefunden bei fob-marketing.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Englische Claims - der kleine Unterschied

Es besteht sicher kein Zweifel, dass ein Claim oder Slogan einen ganz wesentlichen Teil dazu beiträgt, ein Unternehmen, Produkt oder eine Dienstleistung am Markt zu positionieren, die gewünschte Zielgruppe gezielt anzusprechen und so einen „spitzen Nutzen“ zu schaffen und auch zu kommunizieren. Und weil`s ja nicht nur chic ist, sondern in unseren Zeiten scheinbar eine Notwendigkeit, muss es natürlich ein englischer sein.

Da sitzt dann ein Grüppchen kreativer Menschen, die für viel Geld ihre graue Zellen anstrengen. Und dann so ein Ärger: Die besagte Zielgruppe fühlt sich gar nicht oder nicht in dem Maße angesprochen, wie dies eigentlich beabsichtigt war.

Wer dies nicht ganz glauben mag, glaubt vielleicht eher den Zahlen einer Studie der Firma Endmark, die mehr als tausend Personen zwischen 14 und 49 Jahren in verschiedenen deutschen Städten interviewt und gebeten hat, zwölf bekannte Claims zu übersetzen. Über das Ergebnis kann man entweder den Mantel des Schweigens hüllen, oder hier nachlesen, schmunzeln und möglicherweise wieder mal umdenken.

Den wenigsten unter uns dürfte entgangen sein, dass beispielsweise Douglas zwar immer noch daran gelegen ist, uns aus seinen Läden rausfinden zu lassen, seine geschätzten Kunden aber gleichzeitig wissen lässt, was unser Leben schöner macht. Und Ford lässt uns immer noch den Unterschied fühlen, uns aber in erster Linie besser ankommen.

Aber es ist doch auch erfreulich, dass 50 % der Befragten den Claim von BURGERKING toll finden, obwohl nur rund ¼ ihn auch richtig interpretiert haben.

Eine Sprache wirklich zu verstehen, oder sich nur vorstellen zu können, was gemeint ist – obwohl die Botschaft beim Empfänger nicht selten völlig falsch angekommen ist. Dieser Unterschied mag für den Kleingewerbetreibenden um die Ecke nicht signifikant sein. Für einen Global Player sehr wohl.

Samstag, 28. April 2007

Online-Sein oder nicht Sein

Immer wieder interessant, auf welche Weise manche Menschen einen Dienstleister suchen – und offensichtlich dabei völlig anders vorgehen als ich.

Immer wieder mal erhalte ich Anfragen für Aufträge, die ich selbst nicht übernehmen möchte, weil sie einfach jenseits meiner Wissensgebiete liegen. Für diese Zwecke hat der Freiberufler von heute ja aber meist eine Handvoll Kollegen, die man guten Gewissens empfehlen kann.

„Er/Sie hat auch eine Website. Die Seite lautet ..." und versickert im Sande, denn der Anrufer hat schon fröhlich unterbrochen: "Nicht nötig, ist auch ziemlich eilig. Ich rufe da einfach mal an“.

Ganz ehrlich: Auch, oder gerade wenn eine Angelegenheit eilig ist, nutze ich grundsätzlich die Möglichkeit, mir vorher kurz ein Bild von jenem Menschen zu machen.

- Wie „tickt“ er oder sie?
- Spricht er „meine Sprache“?
- Hat er fachliche Schwerpunkte?

Es dürfte wenig Sinn machen, wegen einer Erbrechts-angelegenheit einen Anwalt zu konsultieren,
der laut eigener Aussage auf Verkehrsdelikte, Kunst
und neue Medien spezialisiert ist.
- Was ist ihm selbst wichtig im Zusammenhang mit seiner Arbeit?
- Gibt es vielleicht Tipps / Überlegungen, die wichtig sind vor der ersten Kontaktaufnahme?
- Und nicht zuletzt: Erwähnt er zur Orientierung einen ungefähren Honorarrahmen? Ich bin die letzte, die nicht bereit wäre, gute Arbeit adequat zu entlohnen, aber auch ich nehme mir gelegentlich die Freiheit, zu sagen: Ich kann oder will mir Ihre Dienste nicht leisten – jetzt nicht, oder generell nicht. Und wenn mir das vorher schon klar ist, erspare ich mir den Anruf – und 10 Minuten Smalltalk, denen dann 30 Sekunden betretenes Schweigen folgt.

Und aus eben diesen Gründen bin ich, im Gegensatz zu manch anderen Zeitgenossen, der Meinung, dass eine schlechte – Verzeihung – „verbesserungsfähige“ Website immer noch besser ist, als gar keine. Auch wenn sie, unter Online-Marketing-Aspekten und hinsichtlisch Suchmaschinen, ungefähr den gleichen Zweck erfüllt wie ein Auto, das nie gefahren wird und die ganze Zeit über einfach vor dem Haus steht, und dort auch gut steht ... denn es könnte ja mal jemand wissen wollen, ob man eines hat.

Freitag, 20. April 2007

Adwords

Ein gelegentlicher Blick in die Logs lässt einen immer wieder Schmunzeln.

Es ist ja bekannt, dass der Erfolg einer Adwords-Kampagne steht und fällt mit der sorgfältigen Auswahl der richtigen Keywords. Unter Erfolg verstehe ich als Freiberuflerin übrigens nicht „Bekanntheit“, sondern „mit minimalen Kosten eine maximale Zahl relevanter Klicks erreichen“.

Sicher wird man nie verhindern, dass eine Handvoll Konkurrenten, Bewerber um Praktika (deren Anfragen ich leider nie positiv beantworten kann), Verkäufer allerlei nützlicher und unnützer Dinge oder auch nur neugierige Surfer auf eine Anzeige klicken.
Was mir allerdings schleierhaft bleibt: Warum kommt jemand, der offensichtlich bei Google „Türkisch-Übersetzungen in Leipzig“ gesucht hat, zu mir, die ich „Englisch und Spanisch in München“ anbiete. Doch, wirklich, ich habe mir beim Texten der Anzeige etwas gedacht ....
Apropos Anzeige: Jüngst entdeckt bei Seo-Radio Guten Appetit!

Mittwoch, 18. April 2007

Amazon-Rezensionen

Wer liest nicht gelegentlich einmal ein paar Lobeshymnen bei Amazon, bevor man den Warenkorb füllt?

Bei Spiegel online finden sich ein paar interessante Zeilen hierzu.

Dienstag, 10. April 2007

Am anderen Ende der Hotline

Ja, ich gebe es zu: Dairyinsanity habe ich erst kürzlich entdeckt, aber es gehört bereits zu meinen Favourites. Genau wie der Buchhändler-Alltag.

Wer gelegentlich mal Tränen lachen oder sich in schlechten Zeiten mal kurz aufbauen möchte - unbedingt empfehlenswert. Ich hoffe mal nicht, dass ich selbst zu den komplizierten Kunden gehöre. Auf jeden Fall denke ich grade jetzt bei jedem Hotline-Anruf immer mal auch an die Gegenseite :-)

Freitag, 10. November 2006

Vier Wände, die den Job bedeuten

Küchentisch, Sofa-Ecke oder doch externes Büro?

(Fast) jeder Freiberufler stellt sich früher oder später diese Frage, und oft dann, wenn - vielleicht als Resultat der schönen Kombination von Können und Glück - ein erstes Wachstum zu verzeichnen ist.

Die Entscheidung hängt zweifellos ab vom Kundenkreis, den Lebensumständen, individuellen Vorlieben, und natürlich nicht zuletzt vom Budget. Sibylle Mühlke von den Textexperten hat hier einen ausführlichen und interessanten Artikel zum Thema verfasst, der die wichtigsten Fragen von A wie Austausch bis Z wie Zahlungen anspricht.

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