Akquise

Freitag, 2. August 2013

Schaf oder Wolf?

Aus Zeitmangel ist hier momentan etwas Funkstille. Aber manches ist so gut, dass man einfach sofort weitergeben muss, wie z.B. die Erkenntnisse von Constantin Seibt in Sachen Vertragsverhandlungen. Zugegeben: Es macht nochmal einen kleinen Unterschied, ob es um eine Festanstellung geht, oder ein Freelancer am Ende des Monats noch Butter fürs Brot hat. Aber das Grundprinzip ist das Gleiche: Wer verhandelt, ist nicht unsympathisch, sondern schlicht (über-)lebensfähig. Ein gutes Gedanke zum nahenden Wochenende!

Donnerstag, 28. Juni 2012

In meine große Tonne...

... kommen heute Standard-Antworten diverser Personalabteilungen auf Initiativ-Bewerbungen, allerdings für freie Mitarbeit.

Ja, ich weiß: Klappern gehört zum Handwerk. In guten, wie in schlechten Zeiten, und idealerweise in guten natürlich.

Und ich habe gelernt: Ich habe ein Angebot. Ich stelle mein Wissen und meine Erfahrung zur Verfügung und hoffe als Gegenleistung auf ein angemessenes Honorar.

Und was muss ich dann oft lesen:

"Vielen Dank für Ihr Interesse an der ausgeschriebenen ! Stelle und der Mitarbeit in unserem Hause. Aus der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen .....[.gähn ].... Bitte betrachten Sie diese Absage ... "

Ganz ehrlich: Ich möchte eigentlich lieber keine Antwort, als so eine.

Und ich weiß: Allen steht die Arbeit ständig bis zum Hals. Keiner hat mehr Zeit. Und schon gar nicht, um Unterlagen im Detail zu lesen.

Arbeit gibt es mehr als genug. Gute und vor allem passende Mitarbeiter klopfen nicht ständig an die Tür. Anrufe kommen meist ungelegen, deshalb mailt man ja mit Vorliebe.

Und die Vorteile, die die Zusammenarbeit mit Freiberuflern bietet, sind ja doch nicht ganz unbekannt: Keine hohen Personal-Nebenkosten, für beide Seiten ein Maximum an Flexibilität. Ein Angestellter wird auch bezahlt, wenn er krank ist, im Urlaub weilt oder einen Tag primär damit beschäftigt ist, die Laune in der Abteilung stabil zu halten. Ein Selbständiger hingegen rechnet nur die Zeit ab, die er laut Absprache am Projekt gearbeitet hat - oder sogar nur die vereinbarte Leistung. Egal, wie lange er gebraucht hat. Er ist in der Regel motiviert, da erpicht auf Folgeaufträge. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich irgendwann vor dem Arbeitsgericht wiederseht, ist eher gering.

Aber irgendwie scheint die Begeisterung vieler Firmen hinsichtlich freier Mitarbeiter doch nach wie vor eher .... verhalten.

Wie sehen andere freischaffende Künstler und Kenner das?

Samstag, 26. Mai 2012

Google Places optimieren

Wenn aus Nachbarn Kunden werden ... verdankte man das früher einem ausgiebigem Schriftwechsel mit der örtlichen Gemeindeverwaltung um eine gut sichtbare Werbepappe. Im Jahr 2012 ticken die Uhren etwas anders: Ein gut durchdachtes und gepflegtes Places-Profil, Eintragungen in relevanten Verzeichnissen und, je nach Branche oder Dienstleistung, eine Handvoll Bewertungen an der richtigen Stelle sowie eine sinnvoll angelegte regionale AdWords-Kampagne bleiben nicht lange ohne Wirkung. Die SEO-Trainees erklären hier Schritt für Schritt, wie man nach der Anmeldung im Google-Konto die Places-Eintragungen anlegt und optimiert. Für die Fortgeschrittenen gibt es Tipps, wie das Ranking sowohl im organischen Index, als auch in der Places-Suche verbessert werden kann.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Wie findet man die passende Literaturagentur?

Da sitzt man nun mit einer geballten Ladung Expertenwissen und denkt darüber nach, ein Buch zu streiben. Das Manuskript liegt in der Schublade, doch das Tagesgeschäft lässt eigentlich keine Zeit, sich mit Verlagssuche zu beschäftigen und wochenlang im Dickicht von Kostenkalkulation, Verlagsabgabepreisen und Nettoladenpreisen zu wühlen.

Die Lösung scheint eine Literaturagentur zu sein, die sich um alles kümmert, aber natürlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen möchte. Wie man die findet und was man dabei beachten sollte, erklärt Dr. Uwe Heldt von der Agentur Mohrbooks in Zürich in diesem Gespräch bei Literaturcafe.de anlässlich der Leizpziger Buchmesse. Eine Liste seriöser Agenturen findet sich bei Dieter Wunderlich.

Apropos Kostenkalkulation: Der Verlag Voland & Quist schreibt in seinem Blog ein offenes Wort zum täglich Brot der Buchproduktion, also Werken jenseits einer Auflage von 100.000 Exemplaren, die nicht zwangsläufig reich und berühmt machen, aber zum Tagesgeschäft gehören.

Mittwoch, 25. April 2012

Lohnt sich Xing?

Wie war das damals?

Profil erstellen. Eine Handvoll gut klingender Termini eingeben bei „ich suche“ und „ich biete“. Ein Foto? Kann man ja später noch einbinden. Zu Übungszwecken nach ein oder zwei Bekannten suchen und bei den Kontakten hinzufügen.

Das ging ja in der Tat schnell von der Hand.

Ein Jahr würde man gerne nochmal reinschauen - aber irgendwie hat man das Passwort nie zur Hand ...

Und wenn man nach seinen Xing-Erfahrungen gefragt wird, meldet man im Brustton der Überzeugung:

„Zeitverschwendung. Bringt nichts – außer vielleicht komische Leute ins Postfach.“

So funktioniert das Ganze natürlich nicht.

Wie im richtigen Leben sollte man sich auch beim (zunächst virtuellen) Netzwerken bei Xing ehrlich fragen:

Wer bin ich?
Wen oder was suche ich?
Was kann oder möchte ich an Fakten, Fachwissen und Informationen wem gegenüber preisgeben?
Wie gehe ich am besten vor?

Es versteht sich von selbst, dass diese Fragen sich nicht mal eben in 15 Minuten während der Tagesschau abarbeiten lassen, und auch ein aussagekräftiges Profil entsteht nicht zwischen Tür und Angel. Leichter geht`s auf jeden Fall mit einem kleinen, aber feinen Ratgeber: Xing für Dummies, ISBN: 978-3 – 527-70767-6.

Ich gehöre nicht zur oben genannten Spezies. Nein, im Gegenteil. Ich habe schon vor langer Zeit ein meiner Meinung nach geradezu perfektes Profil eingepflegt - und noch während der Lektüre des Buches hektisch mit der Optimierung begonnen. Lesefreundlich und gut auffindbar – bei allen gewünschten Suchbegriffen? Constanze Wolff zeigt, wie`s geht.

Und nicht nur das. Das Buch ist so strukturiert, dass es für Anfänger und alte Hasen einen echten Mehrwert bietet. Erstere finden sich mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung schnell zurecht und vermeiden dank gelegentlicher Warnhinweise alle erdenklichen Fettnäpfchen, die auch im virtuellen Leben ständig drohen – sei es aus Unkenntnis, Zeitgründen oder Unachtsamkeit.

Und wer schon erste Erfahrungen mit Xing hat und noch nicht überzeugt ist, ob und wie die persönliche Erfolgsbilanz noch verbessert werden kann, wird auch fündig: Mit Anregungen zur richtigen Strategie und Eigenpräsentation. Tipps, wie eine (regelmäßige!) Mitwirkung in Gruppen machbar ist – auch, wenn man „nebenbei“ mit einem Vollzeit-Job in Lohn und Brot steht. Und wertvollen Hinweisen, wie man mit den richtigen Einstellungen ohne viel Aufwand in den gewählten Netzwerken auf dem Laufenden bleibt und dabei den Überblick behält. Wie man Suchfunktionen optimal nutzt.

Und geschickt Kollegen, Kunden und manch eher nervigen Kontakt einfacher ausblendet, als auf dem Büroflur.

Auch die Fraktion der Datenschützer, Skeptiker und Wachrüttler wird bestens bedient mit einer ausführlichen Matrix, die deutlich macht, worin Xing sich von anderen Netzwerken unterscheidet, was möglich ist und was nicht.

Was mir das Buch mal wieder deutlich gemacht hat:

Netzwerken bei Xing unterscheidet sich kaum vom wirklichen Leben: Berufliche wie private Beziehungen wollen gelebt und gepflegt werden. Sie sollten nicht nur als schmückendes Beiwerk dienen und funktionieren nur durch Austausch und regelmäßiges Geben und Nehmen.

Ich bin auf jeden Fall wieder überzeugt und motiviert, dass es mit Xing möglich ist, mit minimalem Aufwand laufend passende Kunden, Kontakte oder Projekte aus nahezu jeder Branche zu finden, und diese handlichen 192 Seiten werden sicher ihren Beitrag dazu leisten.

Dienstag, 3. Januar 2012

Als Freiberufler langfristig erfolgreich

Literatur für Existenzgründer gibt es tonnenweise, in jeder Qualität und Preisklasse.

Irgendwann hat man den großen Schritt gewagt – und wurde sogar mit Erfolg belohnt.

Die Firma läuft. Der Steuerberater freut sich über schwarze Zahlen. Und mit zunehmender Routine und Erfahrung kommen gerade für Freiberufler auch schon weitere Überlegungen: Liege ich mit meinem Angebot tatsächlich richtig? Sollte ich mein Spektrum um eine neue Dienstleistung erweitern? Muss ich meine Kalkulation überdenken? Ist der aktuelle Kurs langfristig Erfolg versprechend? Die Lücke hierzu im Ratgeber-Regal war nicht zu übersehen – und wurde gefüllt von Constanze Hacke: „Selbstständig – und dann?“ Für das neue Blog zum Buch durfte ich einen Gastbeitrag schreiben. Allen Neugründern ein gutes Händchen und viel Erfolg im neuen Jahr :-)

Freitag, 29. Juli 2011

Meta-Suchmaschine für Jobs

Für Selbstständige auf der Suche nach neuen Kunden, aber auch für wechselwillige Angestellte einen Blick wert: www.indeed.de Kein Portal, sondern eine Suchmaschine, die nach Eingabe von Jobtitel oder Unternehmen und Ort relevante Treffer aus dem Netz indexiert.

Freitag, 6. Mai 2011

Wieviel darf Kompetenz kosten?

Schön, dass wir Freiberufler eigentlich niemals Grund zum Klagen haben sollten. Theoretisch bleibt es uns ja jeden Tag selbst überlassen, die Aufträge anzunehmen, die Spaß, Referenzen oder die Miete aufs Konto bringen. Warum also beschweren wir uns so oft über Dumping-Honorare, die ja keiner von uns akzeptieren müsste?

Die bösen, bösen Übersetzungsagenturen liefern ja immer wieder Grund für unseren Unmut. Wagen sie es doch, sprachlich und fachlich hochqualifizierten Experten für 50 Cent pro Zeile Köpfe und Rechner rauchen zu lassen, wo man doch beim Endkunden relativ problemlos das doppelte oder dreifache Honorar erzielen könnte.

Die bösen, bösen Verlage, bei denen man sich doch gerne mal öfter an einer tollen Literaturübersetzung austoben würde. Die aber kaum bereit sind, 20 Euro für eine Normseite zu bezahlen - und diese Seite dann schlimmstenfalls auch noch zum Nachteil des Übersetzers definieren.

Und dann sind da ja neuerdings auch noch die bösen, bösen Content-Verwerter, die es möglich machen, dass Autoren sich für umgerechnet kaum 10 Euro Stundenhonorar die Finger wundklopfen.

Wobei man aber auch gleich deutlich machen muss, dass es sich dabei eigentlich nicht um ein Honorar handeln kann, sondern allenfalls ein Taschengeld für den nächtlichen Absacker nach der Uni - oder ein Zuckerl für ein Paar neue Schuhe. Ja, doch, für ein Paar stylische Treter, die man objektiv sowieso nicht braucht, kann man doch bei diesen Konditionen auch noch ein paar SEO-Vorgaben beachten, oder? Ganz abgesehen davon, dass ich persönlich keinen professionellen Texter kenne, der nach Worten abrechnet. Wenn dies auch für andere Texter-Dienste gelten würde, gäbe es in Deutschland bald nicht nur einen Schilder-, sondern auch noch einen Claim-Wald :-)

Spaß beiseite: Ich finde, es bleibt jedem Freischaffenden selbst überlassen, ob er, sofern ein halber Tag Arbeitspause ansteht, Kunden akquiriert, die ihm mittelfristig seine Existenz sichern - oder mit seiner fast verschenkten Arbeitszeit anderen hilft, ihren Gewinn zu mehren.

Ich erinnere mich dunkel an die ersten Rechtsvorlesungen vor einigen Jahren: Zum Zustandekommen eines Vertrages bedarf es immer zweier: Angebot und Annahme, zwei übereinstimmende Willenserklärungen. So ähnlich war das doch, nicht?

Scheint mir wie damals bei Modern Talking: Keiner hat die Platten gekauft - also können die Umsätze ja eigentlich nur durch Marsmännchen entstanden sein, oder?

Ganz ehrlich: Wenn es offensichtlich so viele Menschen in der Republik gibt, die bereit sind, für dieses Honorar auch nur ihre Anschrift einzugeben, dann gönne ich diesen Anbietern ihren Erfolg von Herzen. Er zeugt nämlich von unternehmerischem Denken, Kreativität und dem frühen Deuten der Zeichen der Zeit. Und findet deshalb meinen Respekt. Denn diese Faktoren sind doch heute für den Erfolg eines Unternehmens fast noch wichtiger als die eigentliche Fachkompetenz, oder? [Ironiemodus aus].

Dienstag, 19. April 2011

Erlaubte Akquise - kompakt und verständlich

Klappern gehört zum Handwerk eines jeden Selbstständigen. Wer aber einfach nur aus lauter Vorfreude auf den nächsten zahlenden Kunden drauflos hämmert, landet schnell mit Anwaltspost wieder auf dem Boden der Tatsachen.

Sehr unterschiedlich sind zuweilen die Auffassungen, was denn erlaubt sei und was nicht. Ansichten variieren schon mal, abhängig von Branche, Beruf und Produkt oder Dienstleistung.

Mutmaßliche oder stillschweigende Einwilligung,nette Kontakte und verlockende Websites hin oder her - Ann Yacobi gibt bei akademie.de einen guten Überblick, was nicht nur nervt, sondern definitiv verboten ist. Unterteilt nach verschiedenen Werbemedien und abgerundet durch eine Checkliste, mit deren Hilfe jeder nochmal in sich gehen kann, bevor er sich Ärger ins Haus holt.

Interessanterweise ist der Beitrag nicht von einer Anwältin, sondern einer Texterin verfasst, was der Lesbarkeit in keiner Weise abträglich ist ... Nix für ungut, liebe Anwälte - ihr wisst sicher auch so Bescheid :-)

Freitag, 19. März 2010

"Ich kenne Sie doch gar nicht."

Man hat`s manchmal nicht leicht mit den lieben Kunden – weil sie eben so unterschiedlich sind.

Der eine schickt Original-Zeugnisse ganz unbekümmert, ohne Absender und eher schlecht als recht verschlossen, ohne Vorankündigung durch die Gegend. Der andere ruft an, erzählt gleich von seinen schlechten Erfahrungen mit Übersetzer-Kollegen, holt sich mein ehrliches Mitgefühl, und wenn ich bitte, mir die fraglichen Unterlagen zu schicken, damit ich ein verlässliches Angebot erstellen kann, höre ich am anderen Ende: "Nein, um Gottes willen, das geht doch nicht."
- "Warum denn nicht?"
- "Ich kann doch nicht einfach vertrauliche Dokumente verschicken."
-"Ja, verstehe ich ja im Grunde. Wenn Sie Bedenken haben wegen Datenschutz und nicht mailen möchten, können Sie mir die Unterlagen gerne per Fax schicken, kommentarlos – steht ca. 1 m hinter meinem Rücken."

"Nein, das geht doch nicht. Ich kenne Sie doch gar nicht."

Verweis auf § 7 meiner AGB, in dem das Thma Berufsgeheimnis behandelt wird.
Verweis auf mein Impressum.
Verweis auf mein Profil.

"Nein, um Gottes willen, das geht wirklich nicht. Können Sie mir nicht am Telefon erst mal einen Kostenvoranschlag machen?"

Ja, da fällt mir dann auch nichts mehr ein. Dumm nur, dass wir dank suchmaschinen-optimierter Website, Adwords & Co. mit wenigen Klicks theoretisch Kunden nicht nur bundesweit, sondern rund um den Globus finden können, jener aber im Zweifelsfall doch mit seinem Papierstapel zum Kollegen um die Ecke Kaffee trinken geht :-)

Bescheidene Frage: Wie handhaben eigentlich die großen Agenturen, also die Fraktion „alle Sprachen, alle Fachgebiete“, solche Kunden? Wahrscheinlich so wie ich: Bedauerndes Kopfschütteln - und weiter geht`s ....

Impressum

Margit Sies-Gurel Kontakt: Alte Landstr. 18 D-85521 Ottobrunn Telefon: 089/ 84 24 67 Margit.Sies@t-online.de Margit Sies-Gurel

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